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Der Maklereffekt

Der Maklereffekt

Lohnt sich ein Makler überhaupt? Was kann ein Makler, was ich nicht könnte? Ist ein Makler sein Geld wirklich wert? Diese und andere Fragen werden uns oft gestellt. Wenn man von einem Durchschnittsverdienst an Provision von 12.000€ pro Immobilienverkauf ausgeht, sind diese Fragen auch sicherlich berechtigt. Warum es sich aber trotzdem nahezu immer lohnt einen Immobilienprofi einzuschalten, erzähle ich nun anhand des Maklereffekts. Was das ist und wie sich dieser zusammensetzt, werde ich in den folgenden Zeilen erklären.

Es ist zunächst wichtig zu erwähnen, dass die Provision unterschiedlich von Makler zu Makler ist. Gute Makler nehmen eine höhere Provision, da es die Qualität Ihrer Arbeit zulässt, weil gute Makler durchaus bessere Preise als Privatverkäufer erzielen können, obwohl der Lohn für ihre Arbeit zusätzlich auf den Kaufpreis kommt.

Gründe dafür sind Verhandlungsgeschick, Neutralität, qualifizierte Fachkenntnisse oder auch das exzessive und professionelle Marketing.

10 weitere Gründe warum sich der Maklerffekt positiv auf den Verkaufspreis auswirkt findet ihr hier. Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass ich von ehemaligen Privatverkäufern übernommene Immobilien teurer anbieten und verkaufen kann, wenn der Preis nicht astronomisch hoch ist.

Vom Maklereffekt profitieren Verkäufer und Käufer

Die Position als Immobilienmakler ist manchmal recht schwierig. Man findet sich immer zwischen zwei Stühlen wieder: auf der einen Seite die Käufer und auf der anderen Seite der Verkäufer. Wer hat dich engagiert? Der Verkäufer. Wer bezahlt dich beim Verkauf? Der Käufer. Jetzt hast du hart gearbeitet für den Verkäufer, damit der Käufer am Ende dafür zahlen muss. Das ist doch ganz schön unfair für den Käufer. Stimmt das?

Die Arbeit des Maklers ist es, den richtigen Interessenten zu finden.

Dafür gibt dieser recht viel Geld in der Vermarktungsphase aus, damit der Interessent die Wohnung überhaupt erst findet. Und der Makler gibt noch mehr Geld in Homestaging, Fotos und tollen Besichtigungen aus, damit der Käufer die Immobilie dann auch noch schön findet und sich zu einer Besichtigung entschließt. In gewisser Weise hat er oder sie sich nur für den bestimmten Käufer die Mühe gemacht, der am Ende kauft.

Der Maklereffekt wird vom Käufer und Verkäufer bezahlt.

Als geschulter Betriebswirt wollte ich keine Paragraphen reiten. Ich wollte auch nicht auf das Bestellerprinzip im Mietbereich eingehen. Warum? Weil es nicht nötig ist. Es gibt eine ökonomische und einfache Erklärung wer den Makler bezahlt. Ob Außen- oder Innenprovision, das ist egal.

Die Wahrheit ist die, dass am Ende beide den Makler zahlen und beide davon profitieren.

Das Haus hat einen Marktpreis, dieser beinhaltet auch die Maklerkosten, aber auch die Grunderwerbssteuer. Es gibt also einen Marktpreis des Hauses oder der Wohnung. Das ist der Preis für den mindestens zwei Personen bereit wären zum Notar zugehen. Findet sich nur eine Person, wurde der so aus fantastischen Geschichten berühmte Liebhaber gefunden. Alle Käufer haben aber einen Nutzen, der den Kaufpreis übersteigt oder zumindest entspricht, sonst würden sie nicht kaufen. Diesen Nutzen beim Käufer zu entfachen, dafür arbeitet der Makler. Er kümmert sich um zusätzliche Informationen, arbeitet sie auf und gibt dem Kunden die Sicherheit, dass wenn er oder sie sich entschließt zu kaufen alles mit rechten Dingen zu gehen wird. Folgendes habe ich einmal skizzenhaft in einer grafischen Darstellung zusammengefasst:

Dies ist eine vereinfachte Darstellung des Maklereffekts.
Dies ist eine vereinfachte Darstellung des Maklereffekts.

Grundsätzlich ist der Maklereffekt schwächer je teurer und problemloser die Immobilie ist. Das heißt bei komplizierten Immobilien (Gewerbe, Anlage, Gutshöfe, Erbengemeinschaften, sehr individuelle Objekte) ist der Maklereffekt größer, da hier das Expertenwissen einen noch größeren Effekt hat. Je günstiger die Immobilie ist, desto größer ist auch hier relativ gesehen zum Verkaufspreis der Maklereffekt. Dies liegt daran, dass bei besonders teuren Immobilien relativ gesehen zum Verkaufspreis die Provision irgendwann so hoch wird, dass der Maklereffekt diesen nicht mehr abdeckt. Eine Deckelung der Provision würde sich ab einer gewissen Summe daher anbieten.

 

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Roman Sonnberger

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